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Ligamys

Was ist Ligamys

Ligamys ist ein Implantat das zur Behandlung von Rissen des vorderen Kreuzbands (VKB-Rupturen) eingesetzt wird.

Ligamys erfüllt zwei Funktionen:
  • Das Knie wird für eine ausreichende Zeit mechanisch unterstützt bzw. stabilisiert.
  • Durch diese Stabilisierung wird das Zusammenwachsen des gerissenen vorderen Kreuzbands ermöglicht.

Ligamys ermöglicht die Erhaltung des eigenen Kreuzbands. Die Entnahme einer körpereigenen Sehne entfällt.

Wie funktioniert Ligamys?

Das Implantat besteht aus drei Komponenten:

Der robuste Faden übernimmt kurzfristig die Funktionen des verletzten Kreuzbands. Er wird durch zwei sehr kleine Bohrtunnel, die durch Oberschenkelknochen (Femur) und Schienbein (Tibia) gebohrt werden, hindurchgezogen. Der Faden ist in seiner Verlaufsrichtung so wie das eigene vordere Kreuzband positioniert.

Ein kleines Metallplättchen aus Titan (Flipanker) sichert den Polyethylen-Faden an der Aussenseite des Oberschenkelknochens und hält den Faden auf Spannung.

Der entscheidende Bestandteil des Systems ist der sogenannte Monoblock. Er enthält ein Federsystem und wird von schräg unten in den Schienbeinkopf eingesetzt. Der Monoblock hält das andere Ende des Polyethylen-Fadens federnd gelagert.

Der Monoblock mit dem Polyethylen-Faden stellt eine dynamische Verbindung zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein her, welche das Gelenk stabilisiert und das verletzte Kreuzband entlastet.

So kann das Kreuzband wieder zusammenwachsen, während das Federsystem die Kniestabilität in jeder Bewegungsphase sicherstellt.

Ligamys

Kreuzband erhalten

Kein Ersatz durch körpereigene Sehnen – und dadurch kein Risiko für Beschwerden an der Entnahmestelle.

Operation

Ligamys wird arthroskopisch, das heisst mittels einer Gelenkspiegelung, implantiert bzw. eingesetzt. Der Eingriff ist minimal-invasiv und gewebeschonend. Die Operation kann in Voll- oder Teilnarkose durchgeführt werden und dauert in der Regel rund 45 Minuten.

Begleitverletzungen, wie z.B. ein Meniskusriss oder Knorpelschaden können meist in derselben Operation behandelt werden; wobei sich die Operationszeit je nach Aufwand erhöht.

Ligamys OP-Animation

Ein Blick ins Gelenk

Für den Eingriff werden Spezialinstrumente durch kleine Schnitte in das Kniegelenk eingeführt. Eines davon ist eine Kamera, die die Situation im Gelenkinnenraum auf einem Monitor wiedergibt.

Unter Sicht durch die Kamera muss nun die Diagnose bestätigt werden, welche zuvor durch Untersuchung und Bildaufnahmen (z.B. Röntgen, MRT) festgestellt wurde. Ligamys kann nur eingesetzt werden, wenn das vordere Kreuzband so gerissen ist, dass die Möglichkeit der Heilung des vorderen Kreuzbands besteht.

1

Schritt

Implantation des Monoblocks

Anschliessend wird der Monoblock in den Schienbeinkopf implantiert, und danach die kleinen Bohrungen für den Polyethylen-Faden durchgeführt. Dieser wird nun durch die Bohrkanäle im Oberschenkelknochen und im Schienbeinkopf zur Metallhülse (Monoblock) gezogen.

 

2

Schritt

Mikrofrakturierung zur Regeneration

Als nächstes wird eine Mikrofrakturierung vorgenommen. Dazu werden in den Knochen neben dem Kreuzbandansatz kleine Löcher gestossen, die natürliche Reparaturmechanismen im Gelenk auslösen. Mit austretendem Blut kommen Stammzellen an die Oberfläche, die das Entstehen von neuem Gewebe induzieren und damit die Regeneration von Gelenkverletzungen unterstützen.

Mikrofrakturierung

3

Schritt

Stabilisierung des Knies

Zum Schluss wird der Polyethylen-Faden unter vorgegebener Spannung im Federsystem fixiert. Er kann das verletzte Knie stabilisieren und dem gerissenen Kreuzband die nötige Ruhe verschaffen, um ein Zusammenwachsen zu ermöglichen.

Die beiden Kreuzbandstümpfe werden nicht vernäht. Dünne Fäden, die sich später auflösen, sollen die beiden Enden so ausrichten, dass sie ohne Zugbelastung miteinander verwachsen können.

4

Schritt

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